Projekt Kilimanjaro Kaffee

Zwischen Heikendorf (Ev.Kirchengemeinde) und Mrimbo am Südhang des Kilimanjaros besteht seit über 30 Jahren eine Partnerschaft. Es leben hier etwa 10.000 Menschen - und sie leben zu über 90 % vom Kaffeeanbau. Hier wird hochwertiger Arabica Kaffee geerntet.

 

Durch den Direktimport aus dem Kilimanjaro-Gebiet  werden mit den Verkaufserlösen in Heikendorf diverse Partnerschaftsprojekte Unterstützt. Es sind u.a. eine Ausbildungswerkstatt, ein Krankenhaus, eine Meierei, eine Behindertenschule, Frauenprojekte und ein (AIDS) Waisenprogramm. (in Mrimbo leben etwa 500 Waisenkinder)

 

Der Import aus der Kilimanjaro-Region klappt zur Zeit nicht sehr gut. Die große Cooperative KNCU ist "Pleite" - wohl wirklich der Korruption zu verdanken. Die kleinen "Unterkooperativen"  sind leider nicht bereit das "Wagnis" einzugehen, Verträge außerhalb der KNCU einzugehen. Der Kilimanjaro-Kaffee muss (leider) zur Zeit aus Süd-Tansania importiert werden, wo es im Moment keine Schwierigkeiten gibt. Auch hier wird der Arabica Kaffee im Hochland angebaut - wie auch am Kilimanjaro.

 

Bisher konnte der Kilimanjaro Kaffee in diversen Weltläden und sonstigen  Institutionen (auch private Geschäfte/Personen sind dabei) verkauft werden. Mit Glück konnten bisher pro Jahr  bis zu 3 Tonnen Kaffee verkauft werden.

 

Der Ertrag ist  nicht sehr hoch.... obwohl alles "ehrenamtlich" abgwickelt wird. Keine Kosten für Verkaufspersonal, Räume werden von der Heikendorfer Kirche gestellt....

Es ist nicht möglich, mit etablierten Kaffee-Marken in Konkurrenz zu treten. Sie werden ---immer--- billiger sein.... ---obwohl sie ja auch "fast" gleiche Ausgaben haben sollten.... Faier Einkauf, Transport, Kaffeesteuer und Merhwertsteuer, Verpackung, Röstung, Transporte innerhalb von Deutschland, Großhandel, Einzelhandel, und auch noch einen Gewinn....

 

Der Kilimanjaro Kaffee hat viele Ausgaben nicht. (Personalkosten, Miete, Groß und Einzelhandel etc..)   Trotzdem ist der "Entstehungspreis" (Einkauf,Transport und natürlich die doppelte Steuer)

zum Teil höher, als der Verkaufspreis von vielen "großen" Kaffeeanbietern.

Sicher: je mehr eingekauft wird, je weniger muß man zahlen.... aber die restlichen Kosten, z.B. die Kaffeesteuer und die Steuer auf der Steuer muß doch wohl jeder zahlen.... oder.....?

 

Um mehr finanzielle Mittel erwirtschaften zu können, (z.B. für das AIDS-Waisenprojekt) müssen zusätzliche Werbemaßnahmen und Weiterbildungen in den Verkaufsstellen (Weltläden-Schulen) angeboten werden.  Solche Maßnahmen kosten aber Geld.... und können kaum aus den Taschen der Mitarbeiter  noch zusätzlich finanziert werden. Aus den geringen Verkaufs-Gewinnen kann man solche Maßnahmen auch kaum finanzieren, denn diese Gewinne sollten für die Partnerschaftsarbeit eingesetzt werden......

 

Um die "Herstellungskosten" etwas zu normalisieren, muss z.B. wirklich über die Kaffee-Steuer nachgedacht werden. Es ist eine Steuer, die fast nur noch in Deutschland erhoben wird. (Deutschland, Belgien, Dänemark, Lettland und Rumänien)  Pro 1Kg Kaffee wird 2,19 Euro Steuer fällig. Von der noch zusätzlich anfallenden Merhrwertsteuer ganz zu schweigen....

Die Aktion "Kaffeesteuer - Nein Danke"  von der Traditionsrösterei Darboven ist voll und ganz zu begrüßen und natürlich voll Unterstützenswert.....

Pressespiegel

 

Kieler Nachrichten vom 25. September 2012

 

...Der Hamburger Kaffeeröster Darboven hat    27.000   Unterschriften gegen die 1871 eingeführte Kaffeesteuer gesammelt. ...Die Unterschriften werden zum "Tag des Kaffees" beim Petitionsausschuss des Bundestages überreicht werden.....

von 2011 bis 2013 betrieb der Kaffeeröster Darboven Lobbyarbeit gegen die Erhebung der Kaffeesteuer. Mitte April 2012 hatte sie über 20.000 Unterstützer. Im Februar 2013 wurde die Petition zur Abschaffung der Kaffeesteuer vom zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestags endgültig abgelehnt.[8]

 

2018 - Diese Forderung hat auch noch 2018 voll seine Berechtigung.....(trotz Ablehnung)

 

Eine "Kaffeesteuer" bringt Geld in den Bundeshaushalt....und ist zur Zeit kaum "wichtig" genug.....

Eine Kaffeesteuer wird in Europa kaum noch erhoben...aber in Deutschland....eine wichtige "Angelegenheit", von der man nicht abgehen kann.

Kaffee wird schließlich aus der 3. Welt importiert, vor dessen Importe man sich im "armen" Deutschland schützen muss. Wir in Deutschland sind fast Kaffee-Trink-Weltmeister - aber eine zusätliche Steuer auf Kaffee finden wir ( der Staat)  gut.

 

Wir - man - könnte/sollte darüber einige Gedanken - nicht verschwenden - ob man nicht vielleicht beim FAIREN Handel mit Kaffee (FairTrade) auf diese unsinnige Kaffeesteuer verzichten könnte.

Es könnte eine positive - NACHHALTIGE - Entwicklung Fördern, wenn es gewünscht wird...(Zweifel)

Von 2011 bis 2013 betrieb der Kaffeeröster Darboven Lobbyarbeit gegen die Erhebung der Kaffeesteuer. Mitte April 2012 hatte sie über 20.000 Unterstützer. Im Februar 2013 wurde die Petition zur Abschaffung der Kaffeesteuer vom zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestags endgültig abgelehnt.[8]

 

Kieler Nachrichten vom 3.4.2018

 

...Fair gehandelter Kaffee sollte aus Sicht von Entwicklungsminister Gerd Müller "vorübergehend" von der Kaffeesteuer befreit werden.   ..... gar nicht kaufen solle man Kaffee in Kapseln, sagte Müller. Sie sind eine Verirrung der Wohlstandsgesellschaft. Jährlich entstehen so rund 6000 Tonnen Müll - und so viel CO2, wie von etwa  10.000 Pkw......

Warten wir auf die Realisierung.........